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DRK-Auslandshilfe: Menschen helfen, Perspektiven schaffen

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Jede noch so kleine Spende hilft dem DRK für die Unterstützung von hilfsbedürftigen Menschen.

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Die humanitäre Hilfe des DRK kennt keine Grenzen. Wir helfen weltweit – sowohl in akuten Notsituationen bei Katastrophen als auch in der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit – und leisten damit einen aktiven Beitrag zur Bekämpfung der Fluchtursachen. Derzeit arbeiten wir in über 50 Ländern in Afrika, Asien, Nahost, Lateinamerika und Europa.

Flüchtlingshilfe in Konfliktregionen

In Syrien arbeitet das DRK eng mit seiner Schwesterorganisation, dem Syrisch-Arabischen Roten Halbmond zusammen. Es hat selbst Mitarbeiter vor Ort, die die Hilfe koordinieren. Auch in den stark betroffenen Nachbarländern Libanon, Jordanien und der Türkei hilft das DRK Flüchtlingen. Im Nord-Irak erhalten Binnenvertriebene Hilfsgüter und finanzielle Unterstützung.

Trotz des anhaltenden Konflikts ist das DRK seit über zehn Jahren in Darfur im West-Sudan präsent. Darüber hinaus sind wir im Jemen, in Uganda, Kolumbien und auch in Griechenland tätig. Hier ist das DRK auf Lesbos sowie in Attika und Athen im Einsatz, um die zahlreichen Flüchtlinge mit Kleidung, Nahrung und Hygieneartikeln auszustatten.

Nothilfe und Katastrophenvorsorge

Aktuelles Beispiel ist der Wirbelsturm „Matthew“, der in den vergangenen Wochen in Haiti, der Dominikanischen Republik, Kuba und Florida schwere Zerstörungen verursachte. Da vor allem Haiti von wiederkehrenden Krisensituationen betroffen ist, arbeitet das DRK seit Jahren daran, die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) der Bevölkerung zu stärken. So konnten viele Menschen bereits im Vorfeld des Hurrikans evakuiert und benötigte Hilfsgüter bevorratet werden. Dieser Ansatz hat auch finanzielle Vorteile, denn jeder Euro, der in die Katastrophenvorsorge investiert wird, spart vier Euro im Katastrophenfall.

Weltweites Netzwerk

Dank unseres weltweiten Netzwerks können wir im Ernstfall schnell und handlungsbereit in jedem Land der Welt sein - mit gut vorbereiteten Auslandshelfern, Nahrung, Notunterkünften und 150 Jahren Erfahrung.
Ein Einsatz erfolgt allerdings immer erst, wenn die im Katastrophengebiet zuständige Schwestergesellschaft der Internationalen Föderation der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften Hilfebedarf signalisiert.

Die Internationale Föderation ist der Dachverband der weltweit 190 Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften mit Sitz in Genf. Sie koordiniert die angeforderte Hilfe und fördert nationale Katastrophenschutzprogramme. So stellen wir sicher, dass vor Ort genau die Hilfe ankommt, die auch gebraucht wird.

Handelt es sich um Einsätze in Konfliktregionen, kommt das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ins Spiel. Das IKRK, ebenfalls mit Sitz in Genf, ist eine private, neutrale und unabhängige Schweizer Organisation mit dem humanitären Auftrag, sich weltweit für den Schutz der Opfer von bewaffneten Konflikten einzusetzen. Es leitet und koordiniert internationale Hilfsaktionen in bewaffneten Konflikten, besucht Gefangene und organisiert einen Zentralen Suchdienst, über den beispielsweise Kriegsgefangene Rotkreuznachrichten mit ihren Familien austauschen können. Oftmals ist dies die einzige Möglichkeit in Konflikten, den Kontakt zwischen Angehörigen aufrecht zu erhalten.

Bei bewaffneten Auseinandersetzungen ruft das IKRK die Konfliktparteien zur Einhaltung des geltenden Rechts auf, um den Schutz der nicht am Konflikt Beteiligten und die Beachtung der Beschränkung bei Waffeneinsätzen und Kriegsführungsmethoden zu gewährleisten. Darüber hinaus spielt das IKRK eine wesentliche Rolle bei der Weiterentwicklung des humanitären Völkerrechts.

Wegweiser aus der Gewaltspirale

Bei allem, was wir tun, unterscheiden wir nicht nach Freund oder Feind. Wir fragen auch nicht, woher jemand kommt oder an was er glaubt. Für uns zählt allein die Menschlichkeit. Diese Überzeugung wird von jedem Freiwilligen auf der ganzen Welt über alle kulturellen Hintergründe hinweg gelebt – beim Deutschen oder Chinesischen Roten Kreuz genauso wie beim Afghanischen oder Syrisch-Arabischen Roten Halbmond.

Somit ist jede unserer Hilfeleistungen auch ein Zeichen der Hoffnung. Gerade in dieser Zeit, in der Terroristen versuchen, Gesellschaften zu destabilisieren und Millionen Menschen vor Unmenschlichkeit fliehen, zeigt die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, dass es einen Ausweg gibt aus der Spirale des Hasses.

Dieses Zeichen setzen wir weltweit. Doch es beginnt immer lokal – hier in NRW - mit dem Engagement jedes Einzelnen. Und einer Organisation, die dafür sorgt, dass die freiwillig Helfenden gut ausgebildet sind und über das notwendige Material verfügen.