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"Raus aus dem Teufelskreis"-Projekt – nicht nur in der Adventszeit

Der Bundesdurchschnitt der Armutsquote liegt bei 15,4 Prozent – damit liegt NRW mit 16,2 Prozent* deutlich über dem Durchschnitt. Vor allem Rentnerinnen und Rentner sind zunehmend von Armut betroffen. Mit dem neuen Projekt „Raus aus dem Teufelskreis“, das zum 1.7.2016 startete, will der DRK-Landesverband Nordrhein diesen Entwicklungen entgegenwirken. Das Projekt verfolgt das Ziel, von Armut betroffene Menschen mit und ohne Migrationserfahrung mithilfe ehrenamtlich Engagierter zu befähigen, aus eigener Kraft einen Weg aus der Armutsspirale zu finden. 

 

„Das Projekt setzt niederschwellig an: Ehrenamtliche unterstützen Menschen in verfestigten Armutslagen bei der Alltagsbewältigung, helfen bei der Jobsuche, begleiten bei Behördengängen, beraten in Gesundheitsfragen, vermitteln Freizeit- und Kulturangebote oder fungieren als Ansprechpartner bei Problemen in Schule oder Kita“, erklärt Christiane Schlieper, Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Nordrhein.

In 21 DRK-Kreisverbänden und -Einrichtungen haben hauptamtliche Ehrenamtskoordinatorinnen und -koordinatoren ihre Arbeit aufgenommen. Die von ihnen konzipierten Projekte sind vielfältig und reichen von Angeboten im Bereich der Gesundheitsförderung (z.B. gemeinsam gesund und kostengünstig kochen) über Frühstückstreffs oder Kaffeenachmittage für Seniorinnen und Senioren bis hin zu Maßnahmen, die sich auf benachteiligte Kinder und Jugendliche konzentrieren. 

In einem Kreisverband wird beispielsweise in Kooperation mit einer Gesamtschule eine präventive Maßnahme zum Thema „Wie gehe ich mit Geld um?“ installiert, ein anderer plant ein Mentorenprogramm für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler und verbindet dieses mit einer kreativ-künstlerischen Arbeit. Die Ehrenamtskoordinatoren haben sich inzwischen an ihren Standorten mit anderen Akteuren und Institutionen aus dem jeweiligen Tätigkeitsfeld vernetzt und ihre Projekte in unterschiedlichen Kontexten – beispielsweise bei der Stadt, an Schulen, beim Seniorenbeirat oder im Jobcenter – präsentiert. In den meisten Projekten konnten bereits die ersten Ehrenamtlichen gewonnen werden, die mit viel Einsatz und Freude dabei sind. 

* Quelle: Freie Wohlfahrtspflege NRW, "Armen eine Stimme geben", 2016