B_SofHi_Spendenuebergabe_Foto_DRK-Westfalen.jpg Foto: Bernhard Preuss

„SofHi“ - Soforthilfe für benachteiligte Kinder - nicht nur an Weihnachten

Kinder sind unsere Zukunft, aber auch in Deutschland, das seinen Bürgerinnen und Bürgern eine hohe soziale Sicherheit bietet, müssen viele Kinder in Armut leben. In Nordrhein-Westfalen sind 16,2 Prozent* der Menschen aufgrund von Armut vom „normalen Leben" ausgeschlossen. Annähernd jedes fünfte Kind wird in einer Familie groß, die von Hartz IV lebt. Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wird von klein an erschwert. Alle Kinder verdienen eine gleichberechtigte Teilhabe an kindgerechten Aktivitäten: Sie sollten zum Beispiel Schwimmbäder besuchen oder bei Ferienfreizeiten dabei sein können. Mit unserem DRK-Fonds Soforthilfe für benachteiligte Kinder (SofHi) unterstützen wir Projekte, die sich um betroffene Kinder kümmern. 

 

Im Jahr 2016 entwickelte die Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe Nilgün Özel zusammen mit der Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins Detmold Prinzessin Maria zur Lippe die Idee zu diesem Fonds. Dazu gehört, dass die 38 Kreisverbände des Roten Kreuzes in Westfalen-Lippe im jährlichen Wechsel SofHi-Benefizveranstaltungen organisieren. SofHI wird wie bei einem Staffellauf von Kreisverband zu Kreisverband getragen.

Die erste Benefizveranstaltung fand am 10. September 2016 im Fürstlichen Residenzschloss in Detmold statt. Aus dem Erlös wurden mehrere Projekte für Kinder unbürokratisch und schnell gefördert, darunter Schwimmkurse für Kinder in der offenen Ganztagsschule, Projekte mit Flüchtlingskindern und die Anschaffung der behindertengerechten Ausstattung eines heilpädagogischen Spielraums in Detmold. Auch ein Arbeitskreis, der „Tschernobyl-Kindern" Erholungsaufenthalte im Lipperland ermöglichte, erhielt Mittel.

Zurzeit ist der DRK-Kreisverband Gladbeck an der Reihe und sammelt Spenden. Ideell unterstützt wurde das Projekt im Jahr 2017 durch den ehemaligen Regierungspräsidenten Prof. Dr. Reinhard Klenke in Münster und den Bürgermeister der Stadt Gladbeck Ulrich Roland. Am 8. Mai 2018 übernehmen die DRK-Kreisverbände Brilon und Warendorf-Beckum den „Staffelstab“. Außerdem hat aus dem Regierungsbezirk Detmold ein Ortsverein sein Interesse bekundet. Der Beschluss des dortigen Vorstandes steht noch aus. Weitere Informationen

* Quelle: Freie Wohlfahrtspflege NRW, "Armen eine Stimme geben", 2016