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Newsletter Juni 2017

Sehr geehrte Damen und Herren, 

das Deutsche Rote Kreuz setzt Zeichen. Mit seinen rund 500.000 fördernden Mitgliedern, ehrenamtlich und hauptamtlich Engagierten leistet das DRK in NRW wichtige Dienste für das Land. Am 14. Mai 2017 wurde in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt. Wir gratulieren herzlich allen Abgeordneten zu ihrer (erneuten oder erstmaligen) Wahl. Wir möchten gerne mit der Politik darüber ins Gespräch kommen, was es braucht, um ein gelingendes Zusammenleben in unserem Bundesland auch in Zukunft zu gewährleisten. Dafür haben wir fünf Meilensteine für eine offene Gesellschaft zusammengestellt. Sie bringen Erfahrungen auf den Punkt, die wir tagtäglich im Kontakt mit den Menschen vor Ort machen – in unseren Kreisverbänden und Ortsvereinen, unseren Kitas, Senioreneinrichtungen oder Familienzentren, in der Flüchtlingshilfe sowie im Zivil- und Katastrophenschutz. Diese möchten wir hier in Auszügen vorstellen. Wir sind gespannt auf Rückmeldungen zu unseren Positionen und freuen uns auf einen konstruktiven Austausch! 

Ihr DRK in NRW

Füreinander da sein: Ehrenamt in NRW

Ehrenamt braucht die richtigen Rahmenbedingungen, um sich entfalten zu können. Die neue Landesregierung muss sich dafür stark machen, dass Menschen, die sich unentgeltlich und freiwillig für unsere Gesellschaft einsetzen, keine Nachteile entstehen. Sie sollten optimale Bedingungen vorfinden, um ihr Engagement mit Schule, Ausbildung, Studium, Beruf und Familie vereinbaren zu können. Dazu gehört unter anderem die Anerkennung von ehrenamtlichem Engagement in Zulassungs- und Einstellungsverfahren – beispielsweise als Eignungskriterium für Einstellungen im öffentlichen Dienst oder als drittes Kriterium neben dem Numerus Clausus und Wartesemestern bei zulassungsbeschränkten Studiengängen. 

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in NRW eröffnet Menschen vielfältige Möglichkeiten, sich durch freiwilliges Engagement an der Gestaltung der Gesellschaft zu beteiligen. Lesen Sie hier mehr zu den Leistungen des DRK in NRW

Selbsthilfe fördern

Hilfeleistungen von Mensch zu Mensch sind ein wichtiger Baustein für eine aktive, von Freiwilligkeit getragene Bürgergesellschaft. Sie stärken Zusammenhalt und Widerstandsfähigkeit in Notsituationen. Eine elementare Rolle spielt dabei die Erste-Hilfe-Ausbildung, da Erste-Hilfe-Maßnahmen einfach und leicht von allen geleistet werden und Leben retten können. Das DRK fordert daher unter anderem: Erste Hilfe in den Bildungsplan. Als weitere wichtige Punkte zur Stärkung der Selbsthilfefähigkeit werden unter anderem die Erhaltung bzw. der Ausbau des Schwimmunterrichts an Schulen sowie Programme zur Selbst- und Nachbarschaftshilfe in Notsituationen als integrativer Bestandteil der Quartiersentwicklung gefordert. 

Das DRK in NRW sieht Menschen nicht als passive Hilfeempfänger, sondern als Partner im Bevölkerungsschutz. Wir tun alles, um ihre Widerstandsfähigkeit gegen die Folgen von extremen Naturereignissen und anderen Notfällen zu stärken. Lesen Sie mehr zu unseren Leistungen. 

Kinder- und Jugendarbeit stärken

Im Zusammenspiel von fördernder Kindertagesbetreuung, formaler Schulbildung und nonformalen Bildungsprozessen entwickeln sich Fähigkeiten und Stärken, die es jungen Menschen ermöglichen, die gesellschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen und ihren Beitrag zum sozialen Zusammenhalt zu leisten. Die Landespolitik ist daher aufgerufen, die gemeinnützigen Träger dabei zu unterstützen, den Rechtsanspruch von Kindern auf eine angemessene Förderung in Kindertageseinrichtungen einzulösen. Außerdem sind geeignete Schritte zu unternehmen, um Kindern und Jugendlichen mehr Freiräume außerschulischen Engagements zu ermöglichen.

Von der Kinderbetreuung über die Familienberatung bis hin zu Bildungsangeboten und Freizeitgestaltung: Das DRK in NRW leistet einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Freiwilligkeit, Selbstorganisation und Partizipation stehen dabei im Vordergrund. Weiterlesen

Die inklusive Gesellschaft

Zusammenleben in einer Gesellschaft gelingt, wenn alle die Möglichkeit haben, sich an ihrer Gestaltung zu beteiligen. Das setzt Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe voraus. Für die Landesregierung gilt es, die förderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, beispielsweise durch gesetzliche Grundlagen, die Armut und damit einhergehender Ausgrenzung entgegenwirken oder die Umsetzung der im Behindertengleichstellungsgesetz festgelegten Herstellung einer umfassenden Barrierefreiheit. Für eine erfolgreiche Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte müssen bestehende Strukturen weiterhin gefördert und ausgebaut werden.

Das DRK in NRW fördert und ermöglicht Teilhabe – ob in den eigenen Reihen oder durch seine vielfältigen Angebote. Weiterlesen

Wandel als Chance

Der demografische Wandel verändert Lebensräume und Versorgungsstrukturen. Zur Sicherung der Versorgung und Betreuung in der Kinder-, Jugend- und Altenhilfe muss die Anzahl der ausgebildeten Fachkräfte in NRW drastisch erhöht werden. Auch die medizinische und rettungsdienstliche Versorgung steht vor großen Herausforderungen. Das eng verzahnte System ehren- und hauptamtlicher Strukturen im Rettungsdienst sollte als Beispiel dienen, solche Systeme auch in berufsverwandten Feldern zu stärken.  

Mit seinen rund 500.000 fördernden Mitgliedern sowie haupt- und ehrenamtlich Engagierten leistet das DRK in NRW wertvolle Dienste für den Zusammenhalt und das Wohlergehen der Menschen in unserem Land. Lesen Sie hier mehr zu unseren Leistungen

Verbindungsbüro zwischen Politik und DRK in NRW

Eine neue eingerichtete Stabsstelle Politische Angelegenheiten stellt das Verbindungsbüro des DRK zu Landtag und Landesregierung dar. Auf diese Weise soll die Verbindung zwischen dem DRK und den Vertretern der Landespolitik nachhaltig gefördert und gefestigt werden. Die Stabsstelle unterrichtet über die aktuelle politische Lage und Entwicklung und vertritt gleichzeitig die Anliegen des DRK gegenüber den politischen Entscheidungsträgern am Sitz von Landtag und Landesregierung.

 

Ihr Ansprechpartner ist Dr. Sascha Rolf Lüder. Sie erreichen ihn unter: 

Deutsches Rotes Kreuz
Landesverband Nordrhein e.V.
Auf'm Hennekamp 71
40225 Düsseldorf

Tel.: (0211) 3104-413
Fax.: (0211) 3104-209
E-Mail: s.lueder@drk-nordrhein.de