Buehnenbild_Foto_Klaus-Frank_Katastrophenschutz.jpg K. Frank/DRK

Selbsthilfe fördern: Die Leistungen des DRK in NRW

Wir sehen Menschen nicht als passive Hilfeempfänger, sondern als Partner im Bevölkerungsschutz. Wir tun alles, um ihre Widerstandsfähigkeit gegen die Folgen von extremen Naturereignissen und anderen Notfällen zu stärken.

Erste Hilfe: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist der größte Anbieter von Erste Hilfe-Lehrgängen in Deutschland. Pro Jahr bildet es bundesweit etwa 1,5 Millionen Menschen in Herz-Lungen-Wiederbelebung aus. Allein im Jahr 2015 befähigte das DRK in NRW 280.000 Menschen zur Ersten Hilfe. Die Kurse wurden von 2.400 überwiegend ehrenamtlichen Ausbilderinnen und Ausbildern durchgeführt.

Nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr: Im Rahmen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr leistet das DRK in NRW einen bedeutenden Beitrag für die Sicherheit in unserem Land. Es stellt 145 von insgesamt 241 Einsatzeinheiten in NRW. Zu diesem Zweck stellt das Rote Kreuz mehr als 10.100 ehrenamtlich aktive Helferinnen und Helfer, die es zuvor für ihre Aufgaben qualifiziert hat.

Sicherheitsforschung: Bei Extremwetter- und anderen Katastrophenlagen wächst die Herausforderung, Pflegebedürftige zu versorgen – beispielsweise, weil Angehörige oder Pflegekräfte sie nicht mehr erreichen können. Das Forschungsprojekt KOPHIS (Kontexte von Pflege- und Hilfsbedürftigen stärken) stellt sich dieser Herausforderung: Ziel ist, Netzwerke aus Behörden, Pflegeinfrastrukturen, Angehörigen und aktiven zivilgesellschaftlichen Akteuren aufzubauen.

Schwimmförderung: Ob Schwimmkurse für Menschen jeden Alters, Ausbildungen für Rettungsschwimmer oder ehrenamtliche Wasserrettungsdienste an Flüssen, Seen und in Schwimmbädern: Die Wasserwacht des DRK in NRW leistet einen wichtigen Beitrag, um Ertrinkungsunfälle zu vermeiden. Dabei geht sie auch neue Wege: So gibt es Schwimmkurse für junge Flüchtlinge und ein Pilotprojekt für Kinder im Vorschulalter.

Handlungsorientierte Werterziehung: Um Verantwortungsbewusstsein und Sozialkompetenz von Jugendlichen zu fördern, startete das Jugendrotkreuz (JRK) bereits Mitte der 90-er Jahre an weiterführenden Schulen die Schulsanitätsdienste. Heute engagieren sich in NRW mehr als 15.000 Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse an über 750 Schulen in JRK-Schulsanitätsdiensten – mit Erfolg: Die Unfallkasse NRW hat nachgewiesen, dass das Unfallrisiko an Schulen, die einen Schulsanitätsdienst unterhalten, sinkt.

Kindgerechte Sensibilisierung: Mit Projekten wie „Kinder helfen Kindern“, dem „Juniorhelfer“ oder auch Angeboten wie „Heranführung an die Erste Hilfe mit Puppe Paul“, „Théa und Louis – die DRK-Mini-Macher“ oder „Henry und Mischi im DRK-Kindergarten“ führt das DRK in NRW Kinder spielerisch an die Themen Erste Hilfe und Katastrophenschutz, Selbsthilfefähigkeiten und gesellschaftliche Grundwerte wie Hilfsbereitschaft, Freiwilligkeit, Unparteilichkeit und respektvolles Miteinander heran.