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Fachtagung zur krisenfesten Gesundheitsversorgung in Nordrhein-Westfalen

v.l.n.r.: Dr. Sascha Lüder, Hartmut Krabs-Höhler, Ministerialdirigent Helmut Watzlawik, Ministerialdirigent Dr. Christian von Kraack, Dr. Hasan Sürgit

Düsseldorf, 05.05.2026. Wie gut ist unser Gesundheitssystem auf Krisen vorbereitet? Genau darum ging es heute bei der Fachtagung „Politische Netzwerkarbeit in den DRK-Kreisverbänden in Nordrhein-Westfalen“ in Düsseldorf. Die DRK-Landesverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe hatten dazu eingeladen, um Austausch und Vernetzung weiter voranzubringen.

Austausch zwischen DRK und Landespolitik

Zum Auftakt betonte Hartmut Krabs-Höhler (Vorstandsvorsitzender des DRK-Landesverbandes Nordrhein) die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen DRK und Landespolitik. Die Fachtagung solle den Dialog stärken und die Interessen des DRK sichtbarer machen. Angesichts der veränderten sicherheitspolitischen Lage sei es entscheidend, die Gesundheitsversorgung sowohl im Alltag als auch in Krisensituationen zuverlässig aufzustellen. Das DRK spiele dabei insbesondere in Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Blutspende eine zentrale Rolle.

Krisenvorsorge im Gesundheitswesen

Ministerialdirigent Helmut Watzlawik (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen) stellte die Planungen des Landes zur Stärkung der Krisenfestigkeit vor. Im Fokus stehen Szenarien wie ein möglicher Bündnis- oder Verteidigungsfall.

Aufbauend auf den Erfahrungen der Pandemie werde ein Rahmenplan entwickelt, der Zuständigkeiten, Versorgungskapazitäten, Logistik und die Zusammenarbeit aller Akteure regele. Schwerpunkte seien etwa Personalverfügbarkeit, Bevorratung und funktionierende Kommunikationsstrukturen. Ziel sei ein belastbares, vernetztes System, das auch bei sehr hohen Patientenzahlen handlungsfähig bleibe und kontinuierlich weiterentwickelt werde.

Kommunen und Blutspende

Ministerialdirigent Dr. Christian von Kraack (Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen) hob die zentrale Bedeutung der Blutspende hervor. Da Blut nicht künstlich hergestellt werden könne, sei eine kontinuierliche Spendenbereitschaft unverzichtbar. Kommunen spielen dabei eine Schlüsselrolle, etwa durch die Bereitstellung von Räumen und die Unterstützung vor Ort. Die dezentrale Organisation der Blutspende gelte als wichtiger Stabilitätsfaktor, gerade in Krisenzeiten.

Gleichzeitig sinken in Teilen die Spenderzahlen, weshalb es verstärkte Anstrengungen brauche: mehr Sichtbarkeit, stärkere Netzwerke und weniger bürokratische Hürden.

Gemeinsame Verantwortung

Dr. Hasan Sürgit (Vorstandsvorsitzender des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe) betonte abschließend: „Eine krisenfeste Gesundheitsversorgung gelingt nur im Zusammenspiel aller Beteiligten. Das DRK bleibt dabei ein zentraler Partner, sowohl im Alltag als auch in außergewöhnlichen Krisensituationen.“