Aktuelles

·

Dr. Alexander Schröder-Frerkes spricht bei der Konferenz „Die transatlantischen Beziehungen und das internationale Recht“ in Berlin

Berlin, 10.06.2026. Bei der Konferenz „Die transatlantischen Beziehungen und das internationale Recht“ in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund in Berlin hat der Präsident des DRK-Landesverbandes Nordrhein Dr. Alexander Schröder-Frerkes festgestellt, dass sich das internationale Wirtschaftsrecht zunehmend von einer rein regelbasierten zu einer stärker geopolitisch geprägten Ordnung verschiebt: „Die entscheidende Frage lautet daher nicht mehr, ob Wirtschaft und Geopolitik miteinander verknüpft sind. Die entscheidende Frage lautet, wie wir diese neue Realität rechtlich gestalten.“.

Spätestens seit dem völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine steht die regelbasierte internationale Ordnung massiv unter Druck. Damit stellt sich die Frage, welche Rolle die transatlantischen Partner in dieser Situation einnehmen: Bleiben die Vereinigten Staaten von Amerika und Europa weiterhin Garanten des internationalen Rechtes? Oder steht Europa mit diesen Anliegen zunehmend allein?

Die von der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund und dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam veranstaltete Konferenz widmete sich den aktuellen Fragen aus der Perspektive des Völkerrechtes und des internationalen Wirtschaftsrechtes. An der Konferenz unter Leitung des Bevollmächtigten des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund Ministerialdirigent Dr. Matthias Roßbach und des Geschäftsführenden Direktors des Institutes für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum Prof. Dr. Pierre Thielbörger nahmen neben Wissenschaftlern und Vertretern aus dem „politischen Berlin“ auch Studierende und Doktoranden aus Bochum teil. Beim nationalen Vorentscheid des Jessup Moot Court, der sogenannten Völkerrechts-Weltmeisterschaft, hatte das Bochumer Team in diesem Jahr den ersten Platz errungen.

In zwei Panels diskutierten u.a. Emily Haber, ehemalige Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in den Vereinigten Staaten von Amerika, der Mitgründer der Brüsseler Denkfabrik „Brussels Freedom Hub“ Roland Freudenstein, Prof. Dr. Hans-Michael Wolffgang von der Universität Münster und die Leiterin des Zentrums für Geopolitik, Geoökonomie und Technologie bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik Dr. Claudia Schmucker. Dr. Alexander-Schröder-Frerkes nahm an der Konferenz auch als ehemaliger Managing Partner von Bird & Bird Düsseldorf und Board von AmCham NRW teil.

Die Diskutanten machten deutlich, dass die Entwicklung des modernen internationalen Rechtes maßgeblich durch die transatlantischen Partner geprägt worden sei. Sowohl seine Genese als auch seine Ausdifferenzierung seien eng mit den Impulsen der Vereinigten Staaten von Amerika und Europas sowie ihrer wechselseitigen Interaktion verbunden. Auch multilaterale Institutionen wie die Vereinten Nationen und die NATO seien ohne transatlantische Zusammenarbeit nicht denkbar. Umso wichtiger sei es daher, die noch vorhandenen Strukturen einer regelbasierten Ordnung gemeinsam mit anderen Staaten zu erhalten und auszubauen. Vorrangiges Ziel müsse es sein, das internationale Recht als Kern dieser Ordnung zu stabilisieren.

Bereits 2021 hatte das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum eine Konferenz zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie aus Sicht des Völkerrechtes, des Verfassungsrechtes und des Verwaltungsrechtes ausgerichtet. Seinerzeit hatten Doktoranden, Hochschullehrer sowie Vertreter des Landtages und der Landesregierung Nordrhein-Westfalen die sich aus dem Pandemierecht ergebenden rechtlichen Fragestellungen erörtert. Weitere Veranstaltungen in diesem Format fanden 2022 zum Ukraine-Konflikt, 2023 zum Bevölkerungsschutz und 2024 zum Schutz natürlicher Lebensgrundlagen statt.